Jewgenij Samjatin, Wir

Aus dem Russischen von Thomas Reschke.
Herausgegeben von Siegfried Heinrichs.

Berlin: Oberbaum Verlag 1994.
274 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag.

Samjatin legte seinem Roman bereits 1920, enttäuscht von der Revolution, den Alptraum eines totalitären Staates zugrunde. Ein Bürger des "Einzigen Staates" und Konstrukteur des Raketenweltraumschiffes Integral, D 503, schreibt in seinem Tagebuch vom Leben der Bewohner einer kristallisch-durchsichtigen, strahlenden Stadt als uniformierte Nummern. Alles, von der Arbeit bis Liebe, untersteht einer streng mathematischen Organisation, wird beobachtet und kontrolliert. In D 503 jedoch regen sich dunkle Triebe aus einer fernen Vergangenheit - in ihm hat sich "eine Seele gebildet". In der Folge gerät die seelenlose Ordnung der Welt der Technik durcheinander...

Die negative Utopie Wir ist 1924 in englischer, französischer und tschechischer Übersetzung erschienen und erlangte auch im Westen Bedeutung. Offensichtlich sind Huxleys "Brave New World" und Orwells "1984" von Samjatins Zukunftsvision beeinflusst.

 


978-3-926409-92-8

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