Batya Horn, Hypochondria

Eine Anthologie

Worüber spricht die Autorin, der Autor manchmal? Sie oder er sprechen oft über ihre Befindlichkeiten. Über das Wetter, den Blutdruck, den Puls, die Schlaflosigkeit, die Schreib- Blockade, die EssStörung, das HerzRasen, die Gelenke. Diese Themen lassen sich im Kaffeehaus, vor Ampeln, auf Zebrastreifen, bei zufälligen Begegnungen in der Stadt erörtern.

Beim Hinhören als Beteiligte, wird man Teil kleiner diagnostischer Kunstwerke, kompetenter medizinischer Kurzprosa, Konkreter Poesie erstellt aus Arztadressen. Man verabschiedet sich, wenn die Ampel auf Grün wechselt und geht seinem Schreibplatz entgegen.

Portraits

Elfriede Gerstl: Elfriede Gerstl, 1932 in Wien geboren, lebte 1942 bis 1945 als jüdisches Kind in wechselnden Verstecken, studierte einige Semester Medizin und Psychologie. Lebt in Wien. 1999 Erich Fried Preis und Georg Trakl Preis. 2004 wurde ihr der Ben Witter Preis verliehen.
Andreas Okopenko: Andreas Okopenko wurde 1930 in Kosice (Slowakei) geboren. Und lebt seit 1939 in Wien. Nach seinem Chemiestudium arbeitete er als Industrieangestellter und Betriebsabrechner, später als Lektor der Kulturzeitschrift "Neue Wege" und Herausgeber der "publikationen einer wiener gruppe junger autoren". Seit 1968 ist er freiberuflicher Schriftsteller. 1998 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Literatur und 2002 den Georg-Trakl-Preis für Lyrik.
Anselm Glück: Anselm Glück, geboren 1950 in Linz, lebt in Wien. Maler, Zeichner, Schriftsteller. 1991/92 Stadtschreiber in Graz, wo er auch eine Poetikvorlesung an der Universität hielt. 1988 Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg Bachmann Preis. 1996 Literaturpreis des Landes Steiermark.
Franzobel: Franzobel, 1967 in Vöcklabruck/Oberösterreich geboren, arbeitete bis 1991 als bildender Künstler mit gelegentlichen Ausstellungen. Dann schrieb er Romane, Satiren und Theaterstücke. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter 1995 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis und 1998 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. Er lebt in Wien.
 
96 S. SC
Edition Splitter
978390119088
CHF 34.90

CHF 28.50

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Horn Batya, Baier Christian (Hrsg.), Stehlen & Rauben

Gestohlen und geraubt wird, seit besessen wird. Diebstahl, sein gewalttätiger Bruder, der Raub,
und ihr hinterhältiger Cousin, der Betrug, sind im Sternbild des Besitzes geboren. An ihrer Wiege
standen die Hebammen Begierde und Verlangen. Mißgunst und Neid sind ihre Paten. Die dunklen
Geschäfte florieren, je weiter die soziale Schere klafft. Gesellschaftliche und historische Extrem-
situationen wirken sich positiv auf die Konjunktur aus. Viele Menschheitsmythen basieren auf
Diebstahl und Raub. Damit verbunden sind zumeist Veränderungen in den Machtverhältnissen.
In der grauen Vorrealität der menschlichen Spezies, im tobenden Überlebenskampf, der keine
Gesetze kannte, galt der gewaltsame Zu- und Übergriff auf fremdes Eigentum als legitimes Mittel
des Stammeserhaltes. Im Rahmen der fortschreitenden Zivilisation schlossen sich Individuen
zum Schutz gegen das bedrohliche Chaos der Natur zu Nutzgemeinschaften zusammen.
Der Mitgliedsbeitrag zur Aufnahme in diesen elitären Club der Überlebenswilligen wurde in der
Währung der Triebunterdrückung entrichtet. Gesellschaftsverträge regeln seither das zwischen-
menschliche Zusammenleben. Eines der obersten Gebote: Du sollst nicht stehlen.

 

 

 

Titel: Stehlen & Rauben
Autoren/Herausgeber: Batya Horn, Christian Baier (Hrsg.)
Aus der Reihe:

 


Ausgabe: 1., Aufl.

 

 

 

ISBN/EAN: 9783901190834

Seitenzahl: 144
Format: 24 x 17 cm
Produktform: Softcover
Gewicht: 410 g

CHF 35.00

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Horn Batya (Hrsg.), Pedanten & Chaoten - Eine Anthologie

Einem Vorschlag von Andreas Okopenko verdankt die vorliegende Anthologie ihre Entstehung. Es ist die vierte Gedankensammlung der 'Edition Splitter', die sich nach 'Hypochondria', 'Schreibrituale' und 'Leidenschafften' mit einem weiteren Aspekt existentieller Befindlichkeiten im 21. Jahrhundert auseinandersetzt.
Am Anfang war das Chaos. Ein unübersichtlicher Haufen von Manuskripten, Emails mit teilweise nicht zu öffnenden Anhängen in exotischen Dateiformaten, Photographien, Bilder, Skizzen. Das kleine Verlagsbüro in der Wiener Salvatorgasse drohte aus allen Nähten zu platzen. Es fehlte an Ablageflächen und Stauraum. Es wurde gestapelt, gesichtet, geordnet, erwägt, verworfen.
Über dreihundert Einsendungen erreichten die Herausgeber. Schon bei der ersten Durchschau der eingelangten Beiträge wurde klar, daß vor allem die jüngere Generation von Kunstschaffenden keine klare Trennlinie mehr zwischen Chaos und Pedanterie zieht, sondern daß diese beiden scheinbar konträren Erscheinungsbilder der Lebensführung zusehends einander bedingen, sich auseinander entwickeln und dabei gleichzeitig wieder ineinander übergehen und sich so als Vexierbild der heutigen Lebensgestaltung entlarven. Den Pedanten im herkömmlichen Sinn, den pathologischen Ordnungsfanatiker mit der Tendenz zum Zwangsneurotiker, gibt es in der reinen Form der Fallstudie ebenso wenig wie den heillosen Chaoten. Es hat sich ein Mischtypus herausgebildet, der das Chaos zur Stilisierung seines Selbst benötigt, und der gleichermaßen der Ordnung als Zurüstung seines Ichs bedarf. Deutlich tritt dabei die immanente Bedürftigkeit des Menschen nach Absicherung seiner fragilen Persönlichkeit gegenüber den unüberschaubaren Zusammenhängen außerhalb seiner selbst zutage. Im Umgang mit Chaos und Ordnung erweisen sich die Versuche der individuellen Selbstbestimmung, der keine Selbstdefinition vorausgegangen ist, als linkische Experimente mit Lebensformen und Gestaltungsprinzipien, deren Ziel mehr das haptische Er- als das mentale Begreifen von Welt ist. Die Welt, in die man blickt wie in Aspik, will in den Griff bekommen sein, als hätte alles einen Henkel.
So spannt sich der Bogen der Beiträge von Fiederike Mayröckers Diktum der Zerstücktheit der Wahrnehmung, Anselm Glücks skurriler Weiterführung von Wittgensteins Logik in eine individuelle Alltagslogistik und Gerhard Rühms Akribie historischer Beweisführung über die Bestandsaufnahme chaotischer Lebensum- wie zustände, die Beschreibung, Schilder- ja, Beschilderung sowie Ab-Bildung chaotischer und pedantischer Lebensprinzipien bis zur nüchternen, ernüchternden und ausgenüchterten Betrachtung des Phänomens durch die kulturphilosophische, sozial- und geisteswissenschaftliche Linse.
Ausschlaggebendes Kriterium für die Auswahl der Beiträge war den Herausgebern, wie auch bereits in den vorangegangenen Anthologien die größtmögliche Divergenz der Blickwinkel und Perspektiven. Mancher Beitrag, auf den ersten Blick der Problemstellung gerecht werdend, erwies sich nach mehrfacher Diskussion als Blickfang und enttarnte sich als Klischee, dieses Schutzschild gegen die gnadenlose Erkenntnis. Einige vordergründige 'Themenverfehlungen' erwiesen sich auf den zweiten – den suchenden, den pedantischen, den beharrlichen – Blick als gelebte Annäherung an das Thema.
Für die Herausgeber war die Arbeit an dieser Anthologie zugleich auch ein Lernprozeß. Persönliche Einstellungen mussten revidiert, Lebensstandpunkte überdacht werden. Die Herausgeber danken allen für die Beteiligung an dieser Anthologie und wünschen ihren Leserinnen und Lesern das schönste Moment einer Lektüre – das lustvolle Wiedererkennen.

 

 

 

 

 

Titel: Pedanten & Chaoten
Autoren/Herausgeber: Batya Horn (Hrsg.)
Aus der Reihe:

 


Ausgabe: 1., Aufl.

 

 

 

ISBN/EAN: 9783901190506

Seitenzahl: 144
Format: 24 x 17 cm
Produktform: Softcover
Gewicht: 340 g

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Gerstl Elfriede, Kleiderflug - Schreiben. Sammeln. Lebensräume

Inhalt: Kleiderflug oder lost clothes, Aspekte meines Nachdenkens über den sechsten sinn, Individuelles Wohnen, Das Wohnen des Sammlers, Mein Prater–Dein Prater, Alfabet des Wohnens, Die Tradition überleben, Standesdünkel, Time–Steps. Irgendwo im Nirgendwo oder Über das Dasein, Biografie

 

 

 

Titel: Elfriede Gerstl: Kleiderflug
Weitere Mitwirkende: Franz Schuh, Herbert J Wimmer
 

 

ISBN/EAN: 9783901190445
Seitenzahl: 80
Format: 24 x 17 cm
Produktform: Softcover
Gewicht: 270 g

CHF 24.00

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Gyula Krudy, Traumbuch
CHF 38.50 CHF 5.00
Hans Zysset, Underwägs
CHF 19.90 CHF 9.90
Bähr Gregor, Felsenflug
CHF 19.20 CHF 16.90
Hagenauer Marina, Birdie
CHF 28.00 CHF 19.50
Batya Horn, Hypochondria
CHF 34.90 CHF 28.50