Erich Guntli, Abschiedsfuge

 

Gregor ist Organist. Ein Organist registriert. Gregor registriert alles. Er registriert, wie Rahel, eine Pastoralassistentin, eingeholt wird von der Geschichte ihres Vorgängers Kaplan Raphael Kummer. Mit Rahel verbindet ihn nicht nur die Wohnung in demselben Haus, sondern auch das gemeinsame Gespräch. Bei Rahel, die er begehrt, und die ihm stets widersteht, registriert Gregor die problematische Stellung der Frau als Theologin in der katholischen Kirche. Doch Gregor registriert noch andere Ungereimtheiten. Er registriert die Umbrüche in der katholischen Kirche seit den Fünfzigerjahren, registriert die Brüche zwischen kirchlichem und ausserkirchlichem Denken. Und eben - da ist noch der mysteriöse Unfall des Priesters Raphael Kummer. Der Organist registriert. Doch was registriert wird, ist eine Frage der Interpretation. Die Freiheit der Interpretation möchte sich Gregor nicht nehmen lassen. Eine dichte, stringent durchkomponierte Erzählung, die den Leser und die Leserin zum eigenen befreienden Denken ermutigt. Nach seiner ersten Erzählung "Laudes - Selbsterfahrung eines Klerikers", die 1993 erschien, legt Erich Guntli, selbst katholischer Priester in der Schweiz, mit der Abschiedsfuge sein zweites Buch vor. Entstanden ist eine fast kriminalistische Erzählung mit einem Überblick über die Auf-, Ab-, Durch- und Zusammenbrüche innerhalb der katholischen Kirche. Durch die römische "Instruktion zu einigen Fragen über die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester", veröffentlicht im Herbst 1997, hat der Stoff an Aktualität gewonnen.

234 S. SC

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