Mii Meinig zum Obwaldner Dialekt

Der Obwaldner Dialekt ist ein „Gesang“. Nur, leider, sind die Obwalderinnen und Obwaldner vielfach nicht selbstbewusst genug den Dialekt auch zu sprechen. Sobald sie über die Kantonsgrenze hinaus kommen wird aus dem „ai“ ein „au“, aus dem „dui“ ein „du“. Unsere Politiker sind dabei noch inkonsequenter. Sobald eine Kamera oder ein Mikrofon vor ihnen ist, vergessen sie ihren ursprünglichen Dialekt.
Da sind Menschen aus anderen Kantonen ganz anders. Der grösste Teil der zugezogenen Bevölkerung behält ihren angestammten Dialekt, auch wenn es Jahrzehnte her ist seit sie in unseren Kanton eingewandert sind.
Das Argument, dass man uns nicht verstehe ist eine Ausrede. Nehmen wir die Walliser oder Bündner. Die meisten bleiben ihrem Dialekt treu. Da kann kommen was wolle.
Dialekte sind ein Kulturgut das beibehalten werden sollte. Es zeigt wie die verschiedenen Landessprachen die Vielfalt der Schweiz.
Wie oft habe ich schon in Referaten einfliessen lassen: Wen iär mich nid verstehnd, chan ich ja Schrifttiitsch redä, aber äs tehnd eppä gliich.
Werden wir selbstbewusster und tragen Sorge zu unseren Dialekten, sonst tönt es bald überall nach „Bahnhofbuffet Olten“.
Es freut mich darum umso mehr, dass es Personen gibt, die den Dialekt konsequent benutzen. Eine davon ist Sabi (Elisabeth) Zurgilgen. Ihre Morgengeschichten auf Radio SRF1 sind ein prachtvolle Demonstration unseres Obwaldner Dialekts.  (Zu hören auch auf Ihrer CD „Fligelschlag“)

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