Auslandeinkauf

Ja, es ist unbestritten, auf den ersten Blick ist es billiger im Ausland einzukaufen. Was aber, wenn Sie beispielsweise bei Amazon ein Buch bestellt, das defekt ankommt? Wer bezahlt die Rücksendung? Wieviel kostet sie?

Den Grenztourismus erachte ich als schlimm - nicht nur ökologisch, auch ökonomisch.

 

Sie arbeiten in der Schweiz? Sie erhalten Ihr Geld von einem Betrieb in der Schweiz? Sie wollen Ihren Lebensstandard halten?

Je mehr im Ausland eingekauft wird, also je mehr Geld ins Ausland gebracht wird umso mehr gefährden Sie ihren eigenen Arbeitsplatz. Bereits mussten viele Detailhändler ihre Tore schliessen, die Leute auf die Strasse stellen. Das ist nur der Anfang, auch die Produktionsbetriebe spüren den härteren Wind. Nicht zu vergessen, dass die Menschen ohne Arbeit die Allgemeinheit auch Geld kosten.

 

In der Schweiz ist alles überteuert! Die Firmen sind Abzocker!

Leider ist es so, dass die Fixkosten für ein Geschäft in der Schweiz höher sind als im angrenzenden Ausland. Viele Konsumgüter sind in den letzten Jahren im Preis gesunken und das meist auf Kosten des Personals, was eigentlich nur logisch ist. Je weniger Umsatz (Gewinn) je weniger Leute können bezahlt werden. Folgerung: Die Arbeit muss auf weniger Köpfe verteilt werden was zu Überbelastungen und Stresssituationen führt. Wieso häuft sich das "Burnout-Syndrom"?

 

Ein ganz einfaches, nur auf den klarsten Eckdaten basierendes Rechenbeispiel:

Eine Geschäft machte einen Umsatz von CHF 1 MIO

Einkauf CHF 500'000

Fixkosten (Miete / Steuern / Versicherung usw.) CHF 100'000

Verbleiben für Lohnkosten CHF 400'000 (ca. 5 Vollzeitmitarbeiterinnen - inkl. allen Sozialabgaben)

 

In den vergangenen Jahren gab es eine durchschnittliche Preisabsenkung von 25%. Dann sieht es folgendermassen aus:

Umsatz reduziert um 25% CHF 750'000

Einkauf reduziert um 25% CHF 375'000

Fixkosten bleiben gleich CHF 100'000 (Miete und Versicherung wurden nie reduziert, sondern eher angehoben, genauso die                                                                  MWST)

Verbleiben für Lohnkosten CHF 275'000 (ca. 3,5 Vollzeitmitarbeiterinnen - inkl. allen Sozialabgaben)

Fazit: Für dieselben anfallenden Arbeiten (Der Arbeitsaufwand bleibt sich ja gleich, nur der Gewinn wird kleiner) können nur noch 3,5 Mitarbeiterinnen bezahlt werden, will heissen weniger Leute müssen mehr arbeiten!

 

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