Ein guter Ratschlag (Papierkorbgeschichte)

"Du musst dir mehr Ruhe gönnen", sagt mir mein Geschäftspartner. "Wenn du so weitermachst, machst du dich kaputt", so sein wohlgemeinter Rat.

Man sollte sich wirklich weniger der Hektik aussetzen. Nicht alles muss sofort oder besser mich gestern erledigt sein. Vieles erledigt sich auch von selbst. Durch die permanente Erreichbarkeit via Handy, SMS und Mail gibt es fast keine Grenze mehr zwischen Freizeit und Arbeit. Man ist dauernd unter Strom. Den wenigsten gelingt es einen klaren Trennungsstrich zu ziehen.

Das will ich ab sofort ändern, nehme ich mir vor. Alles wird ein wenig ruhiger angegangen. Freizeit und Arbeit werden strikt getrennt. Mails werden nur noch im Geschäft gelesen. Am Freitagabend ist Schluss!

Samstag um 8.00 Uhr klingelt das Handy. Auf dem Display erscheint der Name meines wohlmeinenden Geschäftspartners, der sich so um meine Gesundheit sorgt.

Entgegen meines Vorsatzes nehme ich das Gespräch entgegen. Ich will mich für seinen Ratschlag bedanken und ihm sagen, dass ich schon an der Umsetzung bin. Ich konnte kaum ein fröhliches "Guten Morgen" loswerden, da tönt es ziemlich ungehalten aus dem Mobile: "Vergangene Nacht habe ich Dir eine Mail mit der Bitte um eine Aufstellung geschickt und bisher noch keine Antwort erhalten. Was ist eigentlich los?!

Die Erkenntnis aus dieser Geschichte: Gute Ratschläge gelten nur, wenn sie jemand anderes betreffen.

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