Die Traumfrau (Papierkorbgeschichte)

Da sitzt sie. Schaut zum Fenster raus. Die Regentropfen ziehen ihre Bahnen auf der leicht beschlagenen Scheibe. Die Zeit verrinnt. Sie macht keinen Wank, verzieht keine Miene. Ihr elegantes, hellblaues Kleid fällt in weichen Falten über die übereinandergeschlagenen, schlanken, langen Beine.

Das dezente Makeup lässt ihr Gesicht weich und ausdrucksstark erscheinen. Ihr blondes Haar fällt in weichen Locken über ihre geraden Schultern. Lange, schlanke Finger lassen sich in den erlesenen Handschuhen erahnen. Wären nicht überall die Preisschilder, man hätte Mühe zu erkennen, dass es sich um eine Schaufensterpuppe handelt.

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